Mittlerer-Atlas_Blumen

Kultur und Natur, 21 Tage

ab CHF 3'150

Naturparks, Wüste, Gebirge und die schönsten Städte

In dieser dreiwöchigen Reise lernen Sie Marokko umfassend kennen. Dabei übernachten Sie in stilvollen Unterkünften der gehobenen Mittelklasse. Wir besichtigen die bedeutendsten kulturellen Zentren, überqueren die grossen Gebirgszüge des Landes und verbringen viel Zeit in der abwechslungsreichen Natur in Nord- und Südmarokko. Städte, Wüste, Oasen, Berge und Täler – entdecken Sie die schönsten Orte und Landschaften des Landes.
Diese Rundreise ist speziell auch für Ornithologen sehr interessant.

 

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  • Urlaubsstil Aktivität
    Kulturstätten besuchen, leichte Spaziergänge, sehen & geniessen
  • Aktivitätslevel leicht
    2/8
  • Gruppengrösse Kleingruppe
    2 – 12
Alles über "Kultur und Natur, 21 Tage"

Höhepunkte der Reise

  • Königsstädte: Marrakech, Rabat, Fès, Meknès (alle UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Volubilis: prächtiges Zeugnis aus der römischen Antike (UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Kamelritt in den Dünen des Erg Chebbi und Übernachtung im Wüstencamp
  • Besichtigung von Kasbahs (Amerhidil, Tansikht, Tamnougalt) / Ksour (Aït Ben Haddou, Tizourgane)
  • Einblicke in den Alltag der Berber im Hohen und im Kleinen Atlas
  • Besichtigung des Ksars Aït Ben Haddou (UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Überquerung des Rif-Gebirges und des Hohen, Mittleren und Kleinen Atlas
  • prähistorische Felsenzeichnungen im Drâa-Tal
  • Besuch von Nationalparks für kurze Wanderungen und Vogelbeobachtungen
  • Chefchaouen (blaue Stadt), Tétouan (weisse Stadt, UNESCO-Weltkulturerbe), Tafraoute
  • Essaouira, malerische Küstenstadt am Atlantik (UNESCO-Weltkulturerbe)
  • täglich ausgiebig Gelegenheit für Vogelbeobachtungen
Reiseangebot
Was wir Ihnen bietenim Preis inbegriffen:
  • Reise gemäss Programm
  • deutschsprachige, einheimische Reiseleitung durch staatlich geprüften, lizenzierten Reiseleiter und Berg-/Wüstenführer
  • Fahrt in komfortablem, klimatisiertem, neuem SUV, 4WD, mit Chauffeur
    (Frisches Mineralwasser steht Ihnen im Fahrzeug jederzeit zur Verfügung.)
  • 19 Übernachtungen inkl. Frühstück in Hotels der gehobenen Mittelklasse
  • 1 Übernachtung in komfortablem Camp in der Wüste
  • 3 x Abendessen: Merzouga, Wüstencamp im Erg Chebbi, Todra-Schlucht
  • 2 x Mittagessen: Merzouga und Tafraoute (Schlucht Aït Mansour)
  • Stadtführungen in den Königsstädten und Volubilis durch lokale Führer
  • sämtliche Eintrittsgelder für kulturelle Stätten, Nationalparks
  • Flughafentransfers

Diese Rundreise bieten wir auch an mit Übernachtung in Luxus-Unterkünften. Sie können Ihre bevorzugte Variante beim Buchungsvorgang wählen.

Was noch hinzu kommtim Preis nicht inbegriffen:
  • Anreise nach Marrakech oder Casablanca
  • Reiseversicherung (Reiseannullation, Gepäck, Notfalltransport, Repatriierung, Heilung)
  • persönliche Ausgaben während der Reise
  1. Tag 1 Ankunft in Casablanca

    Ankunft in Casablanca und Transfer zur Unterkunft

    Ihr Reiseleiter empfängt Sie am Flughafen und begleitet Sie zum Hotel/Riad.

    Mahlzeiten:        –
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  2. Tag 2 Rabat – Chefchaouen

    Rabat – Rif-Gebirge – Ouezzane – Chefchaouen      

    Rabat ist nach Casablanca die zweitgrösste Stadt des Landes. Ihr Name bedeutet «be­festigter Ort» (ar-Rabat). Rabat wird auch die «weisse Königsstadt» genannt. In der Hauptstadt Marokkos und aktuel­len Königsstadt steht die Besichtigung des Hassan-Turms sowie des Mausoleums der Könige Mohamed V. (1909–1961) und Hassan II. (1929–1999) aus der noch heute re­gierenden Dynastie der Alawiden an. Beide Bau­werke wurden im andalusischen Stil er­rich­tet. Ebenso besichtigen wir den Königspalast und das islamische Ministerium, von aussen.

    An der Mündung des Flusses Bou-Regreg, welcher Rabat von der Nachbarstadt Salé trennt, spazieren wir über das Gelände der Kasbah des Oudaïa, die aus dem 12. Jahr­hundert stammt. Die schöne Anlage ist das Altstadtviertel Rabats und hat einen ganz besonderen Charme mit seinen klei­nen blau-weissen Gassen und der Lage über dem Atlantik.

    Auf dem Weg durch das Rif-Gebirge nach Chefchaouen passieren wir die Kleinstadt Ouezzane, die seit ihrer Gründung im 18. Jahrhundert durch den Cherifen Moulay Ab­dallah eine wechselvolle, religiöse Geschichte hinter sich hat. Zeit­weise war sie nach der heiligen Stadt Moulay Idriss bedeutendster Wallfahrtsort des Landes. Noch heute gilt sie als heilige Stadt, denn sie ist Sitz des Oberhauptes der weit verbreiteten Sufi-Bruderschaft der Taiba. Auch für die marokkanischen Juden war Ouezzane einst eine heilige Stätte.

    Die «blaue Stadt» Chefchaouen erwartet uns, malerisch eingebettet in einen Berghang.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:      ca. 250 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  3. Tag 3 Chefchaouen – NP Talassemtane

    Chefchaouen – Nationalpark Talassemtane – Chefchaouen

    Ausflug in den Nationalpark Talassemtane mit einer rund dreistündigen einfachen Wan­derung. Der Park wurde 2004 zum Schutz der marokkanischen Tanne gegründet. Es wachsen hier aber auch Steineichen, Wacholder und endemische Pflanzen.

    Die Land­schaft ist reizvoll mit vie­len Höhlen, tiefen Schluchten, Wadis und den Wasser­fällen von Akchour. So bieten sich immer wieder fantastische Ausblicke. Gute Gelegen­heit zu Vo­gelbeobachtungen.

    Nachmittags Rückkehr nach Chefchaouen und ausreichend Zeit für die Besichtigung die­ser wunderschönen Stadt inmitten der Rif-Berge. Sie wurde Ende des 15. Jahrhun­derts vom Cherifen Moulay Ali Ben Rachid als Stützpunkt gegen die vordringenden Por­tugiesen gegründet und konnte viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahren. Die Medina besticht durch zahlreiche arabische und andalusische Elemente. Ihre weiss und blau getünchten Häuser mit gleichfalls blau gestrichenen Türen winden sich in engen Gassen den Hang hinauf.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:      ca. 90 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  4. Tag 4 Chefchaouen – Tétouan

    Chefchaouen – Tétouan – Chefchaouen

    Durch die frisch-grüne Landschaft des Rif-Gebirges fahren wir auf einer Strecke mit einer Vielzahl an Natursehenswürdigkeiten nordwärts nach Tétouan. Herrliche Ausbli­cke auf die Berge, durch kleine Dörfer und vorbei an im Frühling sattgrünen Feldern. In den Eichen- und Nadelwäldern leben viele Vögel und Wildschweine. Einen bestens ge­eigneten Platz für eine Rast finden wir an einem der kleineren Stauseen.

    Die Stadt Tétouan, von Hügeln umgeben, liegt nur etwa 10 Kilometer fern der Mittel­meerküste. Anfangs des 17. Jahrhunderts liessen sich viele Händler und Kaufleute hier nieder; noch heute strahlt das weisse Häusermeer dieser Stadt ein andalusisches Flair aus, das insbesondere in Musik und Architektur auszumachen ist. Tétouan wird auf­grund ihrer Schönheit auch als «weisse Taube» bezeichnet. Im Frühjahr ist es hier noch schöner als sonst und an klaren Tagen ist die Aussicht in die umgebenden Rif-Berge schlicht traumhaft.

    Die Altstadt ist gut erhalten und macht Lust auf einen Spaziergang durch die verwinkel­ten Gassen und lebhaften Souks. Prächtige Stadtpaläste und pittoreske weisse Häuser begegnen einem auf Schritt und Tritt innerhalb der mächtigen Stadtmauern. Teil der Medina ist auch die Mellah, das alte jüdische Viertel. Wie überall ist es auch hier in der Nähe des Sultanspalasts zu finden. Anders als die Hofhäuser in den arabisch-islami­schen Quartieren sind an den Wohngebäuden Aussenfenster, Balkone und Erker ange­bracht.

    Tétouan ist bekannt für seine Handwerkskunst: Mosaike, Holzmalereien und Sticke­reien sind hervorragende Erzeugnisse. Seit 1997 zählt die Medina von Tétouan zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Empfehlenswert ist ein Besuch im Musée d’Archéologie. Es beherbergt eine Sammlung von Exponaten aus präislamischer Vergangenheit der Region, zu einer Zeit, als das westliche Nordafrika Teil der römischen Provinz Mauretania Tingitana war.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:       ca. 130 km
    Übernachtung:  Riad/Hotel

  5. Tag 5 Chefchaouen – Fès

    Chefchaouen – Volubilis – Moulay Idriss – Meknès – Fès

    Wir verlassen das Rif-Gebirge und machen Halt in der antiken Stätte Volubilis. An der Stelle der späteren römischen Stadt Volubilis befand sich im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung unter der Herrschaft des mauretanischen Königs Juba II. Im 1. Jahrhun­dert n. Chr. wurde das Gebiet Teil des römischen Reiches (Provinz Mauretania Tingi­tana) und Volubilis zu einer wichtigen Provinzhauptstadt an dessen südwestlichen Grenze. Von hier aus wurde Getreide und Olivenöl in das ferne Rom geliefert. Man geht davon aus, dass die Stadt damals rund 15’000 Einwohner zählte. Ihre Blütezeit hatte sie im 2. und 3. Jahrhundert unter den Severern. Volubilis war umgeben von einer fast zweieinhalb Kilometer langen Mauer mit 40 Türmen und acht Toren. Ende des 3. Jahrhunderts ga­ben die Römer die Stadt wegen an­haltender Einfälle kriegeri­scher Berber auf.

    Noch immer eindrücklich sind die Überreste der ehemals fünfschiffi­gen Basilika wie auch des Triumphbogens, den der damalige Pro­kurator im Jahr 217 Kaiser Caracalla widmete. Ebenso sehenswert sind zahlreiche gut erhaltene Mosa­iken. Die wichtigsten Fund­stücke befinden sich heute im Archäologischen Museum in Ra­bat. Die archäolo­gi­sche Stätte Volu­bi­lis steht seit 1997 unter dem Schutz der UNESCO.

    Unweit von Volubilis liegt die Stadt Moulay Idriss. Für viele Muslime ist sie eine heilige Stadt. Die bedeutends­te Pilgerstätte des Landes beherbergt das Grab des Reichsgrün­ders Moulay Idriss, der die Stadt 788 erbauen liess.

    30 km südlich liegt Mèknes, die vierte Königsstadt Ma­rokkos. Meknès war im 11. und 12. Jahrhundert Sitz der Almoraviden, einer Berberdynastie, die von 1046–1147 herrschte. Ein Vertreter dieser Familie, Abu Bakr ibn Umar, war 1070 der Begründer von Marra­kech. In Meknès werden wir von einem lokalen Führer begleitet. Er erläu­tert uns den Bau des immens grossen Vorrats- und Getreidespeichers Heri es-Sou­ani und der dahinterstehenden ausgeklügelten Tech­nik. Bauherr war Moulay Ismail (1645–1727), der zweite Sultan aus der noch heute regierenden Dynastie der Alawi­den. Zum Gebäudekomplex zählen zudem Stallun­gen für 12’000 Pferde sowie ein 4 ha um­fassen­des Wasserbecken für die Bewässerung der einstigen Palast­gärten. Die Aus-masse des Bau­werks sind für dessen Entstehungszeit im Maghreb einzigartig.

    Staunen werden wir auch beim An­blick des Bab El Mansour, dem vielleicht schönsten Tor in ganz Ma­rokko. Es grenzt den Palastbezirk (ville impériale) von der Medina ab und wurde 1732 fertiggestellt. Nördlich des imposanten Tors er­streckt sich die Me­dina mit ihren Stadtpalästen, Moscheen und Ko­ran­schulen (Medersen). Die Altstadt von Mek-nès gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Am späteren Nachmittag erreichen wir Fès. Unterwegs sind insbesondere Störche und Weisskuhreiher zu sehen. In der Region Fès-Meknès herrscht ein mildes Klima und die Gegend um Meknès ist eine der land-wirtschaftlich ertragreichsten des Landes. Auf der Fahrt geniessen wir herrliche Ausblicke in diese Kulturlandschaft.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:       ca. 260 km
    Übernachtung:  Riad/Hotel

  6. Tag 6 Fès

    Fès – Stadtbesichtigung

    Am Nachmittag treffen wir in Fès ein, wo wir in einem geschmackvoll ausgestatteten Riad Quartier be­ziehen. Die Kö­nigs­stadt Fès wurde im 8. Jahrhundert von Idriss I. ge­gründet und ist da­mit die älteste der vier Königs­städte. Vor dem Abendessen machen wir einen Abstecher zur Borj Sud (Wehrturm aus dem 16. Jahr­hundert), von wo aus sich uns ein schöner Blick über die Stadt bietet, die sich über mehrere Hügel er­streckt. Im Hintergrund er­hebt sich der Ighil Zalagh (861 m).

    Fès ist das geistige Zentrum Marokkos. Karaouyine ist nach der Azhar-Universität in Kairo die zweitäl­teste islamische Universität. Sie wurde 859 von Fatima el-Fihrya, einer reichen Kaufmannstochter, ge­gründet. Seit 1976 zählt die Medina von Fès aufgrund ih­rer ausserordentlichen Bedeutung als kultu­rel­les und spi­rituelles Zentrum Marokkos zum Weltkulturerbe der UNESCO. In Fès gibt es noch immer eine grosse An­zahl stattli­cher Stadtpaläste. Oft verbergen sich hinter kahlen Fassaden in der Medina wahre ar­chitekto­nische Schmuckstücke, in deren lauschigen Innenhöfen (Riads) Springbrunnen plät­schern.

    Eine lokale Führerin oder ein lokaler Führer begleitet uns durch das Labyrinth der Me­dina im Stadtteil Fès el-Bali und teilt mit uns das Wissen über die sehenswertesten Plätze und Gebäude. Die Tour star­ten wir am Bab Bou Jeloud, dem blauen Tor. Wir be­sichtigen die im 14. Jahrhundert gegründete Me­dersa Bou Inania, die zugleich als Hoch­schule und Freitagsmoschee dient, den Königspalast mit seinen vergol­deten Toren so­wie die Mellah, das ehemalige jüdische Viertel. Mellahs befanden sich stets in der Nähe der Herrscherresidenz, denn mit ihrer Geschäftstüchtigkeit und ihrer Handwerkskunst leiste­ten die Ju­den wertvolle und willkommene Dienste. Der Stadtrundgang führt uns durch die verwinkel­ten, unüber­sichtlichen Gassen des Souks, aus denen wir alleine wohl Mühe hätten, wieder herauszu­finden. Auch Karawansereien und das Gerbervier­tel werden wir uns anschauen.

    Mahlzeiten:        F
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  7. Tag 7 Fès – Midelt

    Fès – Ifrane – Nationalpark Azrou – Midelt

    Wir verlassen Fès in südlicher Richtung und durchqueren zuerst die fruchtbare Sais-Ebene. Die Strasse steigt an und nach kurzer Fahrt gelangen wir nach Imouzzer du Kan­dar, ein europäisch anmutender Ort, in dem wohlhabende Marokkaner gerne ihre Som­merferien verbringen. Im nahen Ifrane, das 1925 von den Franzosen als Ferienort er­baut wurde, wähnen wir uns mit seinen ziegelgedeckten Spitzgiebeldä­chern ebenfalls eher in einem beschaulichen westeuropäischen Bergort. Ifrane wird da­her manchmal auch als «die Schweiz Marokkos» bezeichnet. Im Nationalpark Ifrane liegen die grössten Zedern- und Steineichenwälder des Landes. Er ist auch ein wichtiges Refugium für Ber­beraffen, die hier in freier Natur leben und aus nächster Nähe gesehen werden können.

    Der nahe Nationalpark von Azrou lädt ein zu einer leichten Wanderung (ca. 2 h), auf der sich hervorragend die Vogelwelt beobachten lässt. In der Region gibt es zahlreiche Seen und Flüsse, die bei Anglern sehr beliebt sind für den Fang von Forellen und Hech­ten. Die Bäume aus der Gegend lieferten das Holz für so manchen städtischen Palast und Medersen. Die Landschaft des Mittleren Atlas bietet ein liebliches Bild mit durch Täler getrennte, weich gerundete Hochflächen.

    Hin­ter Azrou, dem früheren Zentrum der Beni Mguild-Berber, fahren wir durch ausge­dehnte Zedernwälder. Die Strasse führt weiter bergauf bis auf eine Passhöhe von 1’945 m. Danach führt die Strecke über die Hochebene von Tighza, dann durchs Tal des As­sif Guigou, bis wir mit dem Col du Zad (2’178 m) den Hauptkamm des Mittleren Atlas passieren.

    In der darauffolgenden Weidelandschaft sind ab und an noch Nomaden anzutreffen, die hier ihre Zelte aufschlagen. Im Berberdorf Timahdite findet donners­tags ein Souk statt, auf dem auch lokaltypische Tep­piche angeboten werden. Sie wei­sen geometri­sche Muster auf und werden mit heller und dunkler Schaf­wolle gewobenen.

    Unterwegs machen wir Rast an einem See, wo verschiedene Entenarten heimisch sind. Es besteht die Möglichkeit, bei einer Nomadenfamilie an der Teezeremonie teilzuneh­men.

    Nach einer landschaftlich reiz­vollen Fahrt erreichen wir Midelt, die «Apfelhauptstadt» Marokkos. Diese von den Fran­zosen um einen einstigen Ksar gebaute Stadt liegt in einer Senke zwischen Mittlerem und Hohem Atlas auf knapp 1’500 m. Unweit von Midelt befinden sich alte Minen und Bergwerke, in de­nen früher Kupfer, Blei, Zinn, Zink und Mangan abgebaut wurden.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:       ca. 215 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  8. Tag 8 Midelt – Merzouga

    Midelt – Hoher Atlas – Ziz-Schlucht – Erfoud – Merzouga

    Die Route führt weiter in südöstlicher Richtung. Aus der Hochebene Plaine des Arid geht es hinauf auf den Tizi n’Talrhemt (1’907 m, «Kamelstuten-Pass»). Eindrückliche geologische Schichten erstaunen uns mit ihrer Formen- und Farbenpracht. Später ge­nies­sen wir einen atemberaubenden Blick in das breite und von Palmen gesäumte Tal des Ziz-Flusses. Ein nächster Höhepunkt folgt mit der Fahrt durch die malerischen Schluch­ten des Ziz, der im Hohen Atlas ent­springt.

    Bevor der Flusslauf nach ungefähr 300 Kilometern in der Sahara versickert, bewässert er die Oasenland­schaft des Tafilalet, der grössten Oasengruppe weltweit. Nördlich der Provinzhauptstadt Errachidia kom­men wir vorbei am Stausee Hassan Addakhil, dessen Wasser nach regenreichen Win­tern die Dattelpal­men-Plantagen des Tafilalet versorgt. Von der ehemaligen Garnisonsstadt Errachidia, die in den 1930er-Jahren für die fran­zösische Fremdenlegion errichtet wurde, benötigen wir etwa eine Stunde bis nach Er­foud. Auch diese Kleinstadt wurde von den Franzosen 1917 als Garnisonsstadt ge­baut. Aufgrund seiner Nähe zu Algerien ist die Ortschaft noch heute ein wichtiger mili­täri­scher Stütz­punkt.

    Erfoud ist bekannt für seine Fossilien, insbesondere Trilobiten. Sie weisen ein Alter von 350 bis 470 Millionen Jahre auf. Nach einer knappen Fahrstunde erreichen wir unser Ziel am Rande der Wüste.

    Mahlzeiten:        F, A
    Fahrtstrecke:      265 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  9. Tag 9 Erg Chebbi

    Merzouga – Khemliya – Erg Chebbi 

    Nach dem Frühstück fahren wir ins wenige Kilometer entfernte Dorf Khemliya, wo Sie den Klängen und Rhythmen der Gnaoua-Musik lauschen können. Die Gnaoua sind Nachkommen einstiger Sklaven, die im 17. Jahrhundert mehrheitlich aus Senegal, Ghana und Guinea verschleppt wurden. Ihrer Herkunft entsprechend verknüpfen sie Glaubensinhalte des Islam mit vorislamischen Praktiken des subsaharischen Afrikas. Im Mittelpunkt ihrer Riten steht der Umgang mit den Geistmächten, den sie durch rhyth­mische Musik und Trancetänze zum Ausdruck bringen.

    Das Mittagessen nehmen wir im Riad Ksar Bicha ein und machen eine ausgiebige Pause, in der Sie auch den schönen Pool zur Erfrischung nutzen können.

    Am späten Nachmittag reiten wir auf Kamelen in die Dünen des Erg Chebbi. Unser Ziel ist ein luxuriöses Wüstencamp in der weiten Dünenlandschaft. Abseits moderner Infra­struktur geniessen wir die Stille und die Weite des Horizonts. An Vögeln zu beobachten gibt es hier speziell den Wüstenläufer und den Saharasteinschmätzer. Zum Sonnenun­tergang erklimmen wir eine der höchsten Dünen und verfol­gen gebannt das Farbspek­ta­kel, in das die Sonne Himmel und Sandmeer taucht.

    Nach dem Essen sitzen wir in geselliger Runde am Lagerfeuer und versuchen uns viel­leicht sogar gemeinsam mit den Gastge­bern an den Trommeln.

    Mahlzeiten:        F, M, A
    Fahrstrecke:       ca. 15 km
    Übernachtung:  Luxuscamp in der Wüste

  10. Tag 10 Erg Chebbi – Todra-Schlucht

    Erg Chebbi – Merzouga – Rissani – Erfoud – Tinejdad – Tinghir – Todra-Schlucht

    Wir geniessen den Sonnenaufgang in den Dünen und fahren anschliessend mit dem Jeep zurück zum Riad Ksar Bicha. Hier haben Sie die Möglichkeit zu duschen, bevor es in nordwestlicher Richtung weiter geht nach Rissani. In dieser für Muslime heiligen Stadt befindet sich das Mausoleum von Moulay Ali Cherif, dem Begründer der noch heute in Marokko herrschenden Alawiden-Dynastie. Besonders sehenswert in Rissani ist der tägliche Souk mit dem grossen «Eselparking». Es gibt in ganz Marokko kaum einen lebhafteren und vielfältigeren. Die­ses Schauspiel und Fest für die Sinne (gele­gentlich auch Herausforderung) lassen wir uns nicht entgehen.

     

    In Erfoud können Sie einen Einblick erhalten in die Arbeit an fossilienführendem Ge­stein. Zwischen Erfoud und Tinejdad fallen uns ne­ben der Strasse mehrmals längere Erd­hügelketten auf. Es sind Auf­schüttungen des Erdaushubs unter­ir­disch ver­laufender Wasserkanäle, die heute aller­dings nicht mehr in Betrieb sind. Dank raffinierter Bau­technik konnten mit diesen so­genannten Khettaras die Oasen mit Wasser aus den na­hen Ougnat-Ber­gen ver­sorgt werden. Auch die Besichtigung der mehr als mannshohen unterirdischen Gänge ist sehr lohnenswert. Die Oasenstadt Tinejdad mit ihren langge­streckten Palmenhainen ist der östlichste Ort an der Strasse der Kasbahs. Ein Besuch des gut ein­gerichteten, informativen Berbermuseums ist unbedingt einen Besuch wert.

     

    In Tinghir machen wir einen interessanten Spaziergang durch die bewirtschaftete Oase. In den Oasen am Südfuss des Hohen Atlas sind häufig Zugvögel wie der Europäische Bienenfresser, die Weissbartgrasmücke aber auch Blauwangenspinte und Lannerfalken zu beobachten. Danach fahren wir in die Todra-Schlucht. Die Strasse ver­läuft grössten­teils auf einer Anhöhe, die herrliche Blicke in das grüne Tal und die umliegenden Dörfer mit ihren Kasbahs zulässt. Die beinahe senkrecht aufragenden, 300 m hohen Felswände versetzen ins Staunen. An der engsten Stelle beträgt die Distanz zwischen den Wänden der Schlucht gerade mal 10 Meter.

    Mahlzeiten:        F, A
    Fahrtstrecke:      205 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  11. Tag 11 Todra-Schlucht – Aït Ben Haddou

    Todra-Schlucht – Strasse der Kasbahs – Tal der Rosen – Ouarzazate – Aït Ben Haddou

    Nach den Steilwänden der Todra-Schlucht am Vortag gibt es heute eine nächste Schlucht mit ihren Be­sonderheiten zu entdecken. Die Dadès-Schlucht mit ihrem grünen Flusssaum steht in schönem Kon­trast zur umgebenden, kargen Felsland­schaft. An den Flussrändern spriessen Pappeln, Obst-, Walnuss- und Feigenbäume. Eine Fahrt mit zahlreichen Serpentinen bringt uns zu einem Gasthaus, von dessen Ter­rasse sich uns ein tolles Panorama bietet. In den roten Hängen der Schlucht sind meh­rere Kasbahs aus­zu­machen. Auch verschiedenartige Felsformationen fesseln den Blick. In dieser Ge­gend sind oft Habichtsadler, Trauersteinschmätzer und Atlasgrasmücken zu sehen.

    Entlang der Strasse der Kasbahs im Dadès-Tal führt uns der Weg von Boumalne nach El-Kelâa M’Gouna. In der «Rosenstadt» Marokkos werden jährlich immense Mengen an Rosenblättern ge­pflückt, die anschliessend zu Rosenöl und Rosenwasser verarbeitet werden. Mitte Mai findet jährlich die «Fête des Roses» statt. Sehr sehenswert sind da­bei die farbenprächtigen Gewänder und die Folklo­retänze der Berber.

    Von El-Kelâa M’Gouna fahren wir durch das Tal der Rosen hinauf bis zum Bergdorf Bou­taghrar. Hier sind insbesondere Greifvögel zu sehen. Im Tal treffen wir zum einen auf Stein­wüste, zum anderen haben wir von Passagen, an denen die Strasse direkt dem Talver­lauf folgt, herrliche Ausblicke in das Flusstal. In den Alltag der Berber gewinnen wir im Rosental besonders viele Einblicke. Auch zahlreiche Kasbahs gibt es im Tal, die sehr schöne Fotomotive vor der imposanten Berglandschaft abgeben. Bei Interesse kann eine Frauenkooperative besucht werden, die Produkte aus dem Öl der rosa damscena herstellt.

    Zurück auf der Strasse der Kasbahs neh­men wir die Fahrt nach Skoura, einer weiteren Oasenstadt, unter die Räder. Verborgen in den Palmenhainen liegen auf der nördlichen Flussseite mehrere gut erhaltene Kasbahs. Wir werden die grösste davon, die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kasbah Amerhidil, besichti­gen. Auf dem letzten Teilstück der Strasse der Kasbahs fahren wir über Ouarzazate zum Ksar Aït Ben Haddou. Ouarzazate bietet kaum nennenswerte Sehenswürdigkeiten, abgesehen von der Kas­bah Taourirt und den Atlas-Filmstudios. Wenn Sie Filmfan sind, können diese auf einer unterhaltsamen Führung besichtigt werden.

    Das befestigte Dorf Aït Ben Haddou liegt am Mellah-Fluss. Der geschichtsträchtige Ge­bäudekomplex mit seinen teils noch bewohnten und erhaltenen Wohnburgen zählt ge­wiss zu den eindrücklichsten ar­chitektonischen Sehenswürdigkeiten Südmarokkos.

    Die Wohnburgen weisen ornamentverzierte, erhöhte Ecktürme auf und sind miteinan­der verbunden durch Nebenbauten wie Lagerräume, Ställe oder einfachere Wohnbau­ten ärmerer Dorfbewohner. Der gesamte alte Ortskern von Aït Ben Haddou zählt seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das exakte Alter des Dorfs lässt sich nicht er­schliessen. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass es schon seit mehre­ren Jahrhunder­ten besiedelt wird.

    Die Festung Aït Ben Haddou diente als Kulisse namhafter Hollywood-Filme, unter ande­ren: Lawrence von Arabien, Jesus von Nazareth, Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil, Himmel über der Wüste, Gla­diator, Games of Thrones.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrstrecke:      ca. 200 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  12. Tag 12 Aït Ben Haddou – Zagora

    Aït Ben Haddou – Kleiner Atlas – Drâa-Tal – Zagora

    Südwärts geht es weiter durch die überwältigende Bergwelt des Anti-Atlas: Tafelberge, Vulkangestein, Granitwände, vegetationslose Hochplateaus ziehen die Blicke auf sich. Über den Pass Tizi n’Tinifift (1’680 m) gelangen wir nach Agdz im Drâa-Tal. Es ist das längste Flusstal in Marokko und ist Lebensraum von über 6 Millionen Dattelpalmen.

    Agdz wächst aktuell aufgrund der Landflucht stark. Einst war die Stadt ein wichtiger Rastplatz für die Karawanen, die aus Tim­buktu über Zagora nach Marra­kech zogen. Von einem erhöhten Punkt aus verschaffen wir uns einen Panoramablick über Stadt und Umgebung mit dem schön geformten Tafelberg Kissane.

    Die Fahrt entlang des Drâa-Flusses bietet prächtige Aussichten in Oasen mit grossflä­chi­gen Dattelpalmenhainen und immer wieder schweift der Blick zu malerischen Kas­bahs und Ksour. Auf dem weiteren Weg nach Zagora machen wir Halt in Tamnougalt. Dort besichtigen wir den verschach­tel­ten, befestigten Ksar mit der ältesten Stampf­lehmburg des Drâa-Tals. Sie wurde im 17. Jahrhundert unter Moulay ar-Raschid erbaut und verfügt über drei Innenhöfe. Moulay ar-Raschid war der erste Sul­tan der Alawiden-Dynas­tie, die noch heute über Marokko herrscht. Bevor wir das heutige Ziel Zagora er­reichen, erwar­tet uns in Tansikht eine weitere sehenswerte Kasbah.

    Ein nächster Höhepunkt dieses Tages stellen gewiss die Felszeichnungen nahe der Ort­schaft Tinzouline dar. Sie sind nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu erreichen. Die etwas holprige Fahrt zu den prähistorischen Felszeichnungen von Foum Chenna lohnt die kleine Mühe allemal. Auf einer weitläufigen Fläche sind an den Felsen unter anderem Gazelle, Reiter und Strausse gut zu erkennen. Sie wurden vor rund 4’000 bis 6’000 Jahren geschaffen und bezeugen, dass die Vorgeschichte des Drâa-Tals sehr weit zurück­reicht.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrtstrecke:     ca. 195 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  13. Tag 13 Zagora – Tafraoute

    Zagora – Foum Zguid – Kleiner Atlas – Tata – Tal der Ammeln – Tafraoute

    Zwischen Zagora und Tata queren wir Schluchten des Kleinen Atlas, kommen vorbei an Oasenstädtchen und sehen viele Akazienbäume. Nicht zuletzt deshalb wird diese Re­gion manchmal auch mit Namibia verglichen. Unterwegs sind häufig Nomaden mit Ka­melherden anzutreffen. Die Route heute beeindruckt vor allem mit der Fahrt durch eine abgeschiedene Gegend, in die nur wenige Touristen reisen.

    In der weitläufigen Palmenoase Foum Zguid am Rande des Ighil Bani decken sich viele Tourenfahrer, die in die Wüste möchten, mit geeigneter Kleidung und Lebens­mitteln ein. Tata ist eine hauptsächlich von Berbern bewohnte Oasenstadt. Sie sprechen Ta­schel­hit, einer von drei in Marokko gesprochenen Berberdialekten.

    Die Fahrt durch die hohen Berge des Kleinen Atlas ins Tal der Ammeln ist ein tolles Erlebnis: Die Landschaft mit ihren Farben und Mustern ist schlicht atemberaubend schön. Viele Reisende bezeichnen diesen Streckenabschnitt als schönste Route in Ma­rokko überhaupt. Die Vielfalt der Berglandschaft begeistert auf jedem Kilometer. Die Vegetation ändert sich stetig von üppig grünen Palmenhainen und saftigen Terrassen­hängen hin zu karg und steinig. Wer im Frühjahr reist, hat das Glück zur Mandelblüte hier zu sein; ein betörender Schmuck für die Umgebung. Des Weiteren säumen u. a. Ginster, Kakteen und Arganbäume den Weg.

    Das Tal der Ammeln besteht aus 26 Dörfern, die sich unterhalb einer Quarzitwand wie Perlen an einer Schnur in kleinen Oasen aneinanderreihen. Hier sind die Berber des Stamms der Chleuh ansässig.

    Tafraoute liegt am Oued Massa in einem fruchtbaren Talkessel mitten in einer beein­druckenden Granitlandschaft auf 1000 m ü. M. Nach der heute etwas ausgedehnteren Fahrt beziehen wir die Zimmer und geniessen die schöne Umgebung und den Blick in die Berge von der Poolterrasse der Unterkunft.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrtstrecke:     ca. 425 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  14. Tag 14 Tafraoute – Aït Mansour

    Tafraoute – Schlucht Aït Mansour – Blaue Felsen – Tafraoute

    Eine Fahrt von einer guten Stunde bringt uns an den Rand der Schlucht von Aït Mansour. Wir wandern durch die Schlucht, bis wir zur Speicherburg (Agadir) der ein­hei-mischen Berber gelangen. Eine paradiesisch schöne Umgebung erwartet uns. Es gibt hier alles, was es zum Entspannen braucht. Wir bringen das vorbereitete Pick-Nick mit und geniessen ein paar Stunden in der Ruhe der Abgeschiedenheit. Auch das Ausschau-halten nach verschiedenen Vogelarten wird hier von Erfolg gekrönt sein.

    Bevor wir nach Tafraoute zurückkehren, machen wir einen Abstecher zu den «Blauen «Felsen». Der belgische Künstler Jean Verame kam 1984 mit 18 Tonnen Farbe hierher, um gemeinsam mit 30 marokkanischen Feuerwehrmännern, einigen Löschfahrzeugen und -schläuchen Felsen mit Farbe zu besprühen. Die Farbe Blau überwiegt, dazwi­schen liegen ein paar rosa und wenige schwarze und grüne Brocken.

    Nach diesem Exkurs in die Welt der Kunst sind wir bei einer Berberfamilie zum Tee eingeladen. Viel Wissenswertes über ihr Leben heute, aber auch wie es zur Zeit der Karawanen war, können wir von ihnen erfahren. Man wähnt sich in ihrem Haus wie in einem Museum – nur, dass sie die Gegenstände nicht ausstellen, sondern noch immer täglich benützen.

    Frisch gestärkt begeben wir uns auf Entdeckungstour im hübschen Ort. Er gilt als Zent­rum der Babouches, den typisch marokkanischen flachen Lederschuhen, sowie der Ber­berteppiche.

    Mahlzeiten:        F, M (Pick-Nick)
    Fahrtstrecke:     ca. 70 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  15. Tag 15 Tafraoute – Taghazout

    Tafraoute – Nationalpark Souss Massa – Taghazout

    Heute verlassen wir die Gebirgslandschaft und stossen an die Atlantikküste. Zuerst se­hen wir uns nach einer Stunde Fahrzeit aber noch den Ksar Tizourgane an. Das befes­tigte, auf einer Kuppe liegende Bergdorf ist umgeben von einer Mauer und erinnert aus der Ferne an eine mittelalterliche Höhenburg. Nicht wie in Aït Ben Haddou aus Stampf­lehm, sondern aus Steinen wurde diese Wohn- und Verteidigungsanlage gebaut. Sie stellt eine unbedingt sehenswerte bauliche Attraktion im Kleinen Atlas dar.

    Nach weiteren zwei Stunden Fahrt erreichen wir den Nationalpark Souss Massa. Er liegt an der Atlantikküste in einer Ebene zwischen Hohem und Kleinem Atlas. Der Oued Souss mündet etwa 10 Kilometer südlich von Agadir ins Meer. Als Quelle der Trinkwasserver­sorgung wie auch für die Landwirtschaft in Südwest-Marokko spielt dieser Fluss eine bedeutende Rolle. Zusammen mit dem südlich verlaufenden Oued Massa bildet der Oued Souss den 1991 gegründeten Nationalpark mit einer Fläche von 340 km2. Seit 1994 gibt es im Park wieder Mhorr-Gazellen, die nach 1968 als ausgestorben galten in freier Wildbahn. Mithilfe überlebender Tiere in Zoos, u. a. in Frankfurt, München und Berlin, gelang es, diese seltene Art nachzuzüchten und wieder in diesem Mündungs­delta anzusiedeln. Die Fauna ist zudem reich an etlichen anderen Säugetierarten.

    Der Wikipedia-Eintrag verrät: «In Souss-Massa» wurden 275 verschiedene Vogelarten nachgewiesen, ortstreue wie auch Zugvögel». Im Artikel aufgezählte Arten sind u. a.: Austernfischer, Seiden-, Grau- und Rallenreiher, Säbelschnäbler, Schwarzstorch, Fisch­adler, Arabertrappe, Rosaflamingo sowie der Waldrapp, der hier von März bis Septem­ber brütet.

    Den Bewohnern des Souss sagt man im ganzen Land übrigens nach, dass sie speziell geizig, aber auch besonders fleissig seien – quasi die «Schwaben Marokkos», wenn man einen Vergleich bemühen möchte.

    Nach einem Tag mit einer Fülle an Kultur- und Naturschönheiten fahren wir zur Unter­kunft etwas ausserhalb des Fischerdorfs Taghazout.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrtstrecke:     ca. 220 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  16. Tag 16 Taghazout – Paradiestal – Essaouira

    Taghazout – Paradiestal – Essaouira

    Dem Atlantik entlang nordwärts fahren wir nach Essaouira. Unterwegs kann auf Wunsch Halt bei einer Frauenkooperative gemacht werden, die Produkte für Küche und Kosmetik aus den Beerenfrüch­ten des Arganbaums herstellt. Diese Bäume sind nur im Südwesten Marokkos heimisch und die Gebiete der sogenann­ten „Arganeraie“ wurde 1998 von der UNESCO zum Biosphären­reservat erklärt. Im Jahr 2014 wurden die tradi­tionellen, seit Jahrhunderten überlieferten Kenntnisse und Ver­fahren zur Nutzung des Argan­baums und seiner Früchte von der UNESCO als imma­teri­elles Kulturerbe der Mensch­heit anerkannt.

    Nach dem Essen besichtigen wir die Medina innerhalb der Stadtmauer.

    Die Ursprünge Essaouiras reichen bis ins 7. Jh. v. Chr. zurück, als die Phönizier den Ort mit dem Namen „Migdol“ gründeten. Sie ist die südlichste aller bisher bekannten phö­nizischen Niederlassungen. Im 5. Jh. v. Chr. legte der karthagische Admiral Hanno hier einen Stützpunkt mit Hafen und Han­dels­platz an. Im 1. Jh. liess der über das Königreich Mauretanien herrschende Nubierkönig Juba II. an der Küste riesige Mengen an Pur­purschnecken zu Farbstoff verarbeiten und verkaufte diesen zu exor­bitanten Preisen an die römische Elite.

    Die Medina von Essaouira zählt seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Heute ist Essaouira bei Kunst­schaffenden und Kunstliebhabern sehr beliebt. In der Medina finden sich zahlreiche Galerien mit Werken lokaler Maler. Auch eine grosse Vielfalt an ver­schiedenen Kunsthandwerkern bietet ihre Ware in der überschaubaren Medina feil. Das Zentrum der Altstadt bildet der Platz Moulay Hassan, wo oft Darbie­tungen von Mu­sikern, Tänzern oder Akrobaten stattfinden oder Wasserverkäufer mit ihren tra­ditionel­len Schellengewändern zu sehen sind.

    Blickt man in Richtung Medina und geht am Platz links, gelangt man in die kleine Gasse Rue Skala. Sie führt der Stadtmauer entlang zur Skala de la Kasbah, eine mit Kanonen bestückte Plattform auf der Festungsmauer. Von diesem nördlichen Ende der Bastion ge­niesst man einen schönen Blick über die Stadt. Das Meer schlägt hier in rauer Bran­dung an die Klippen.

    Vom Flanieren durch das geschäftige Treiben in den teils engen Gassen erholt man sich am besten und schönsten auf der Dachterrasse eines Restaurants nahe der Festungs­mauer am Atlantik. Wer gerne Fisch isst, hat die Wahl aus einem ausserordentlich brei­ten Angebot fangfrischer Köstlichkeiten.

    Ein Gang zum Fischereihafen am südlichen Ende der Altstadt lohnt sich unbedingt: das Gedränge von Fischern, Verkäufern, Kauf- und Schaulustigen, die salzige, nach Meer und seinen Gaben riechende Luft, hunderte von blauen Fischkuttern, dazu das Geschrei der allgegenwärtigen Möwen – auch das ist ty­pisch für Essaouira.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrtstrecke:     ca. 270 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  17. Tag 17 Essaouira – Sie bestimmen das Programm

    Essaouira

    Die Küstenstadt Essaouira mit ihrer portugiesischen Vergangenheit besticht durch ihr ganz eigenes Flair. Durch ihre Lage am Atlantik weht hier stets ein angenehmer Wind. Es ist ein Vergnügen, in der Altstadt durch den überschaubaren Souk zu schlendern, von der Skala aus die nicht selten meterho­hen Wellen zu beobachten und den Fi­schern im Hafen bei ihrer Arbeit zuzusehen.

    Mahlzeiten:        F
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  18. Tag 18 Essaouira – Marrakech

    Essaouira – Marrakech

    Im Verlauf des Vormittags brechen wir auf nach Marrakech, wo wir nach einer rund dreistündigen Fahrt am frühen Nachmittag eintreffen.

    Wenn Sie möchten, besichtigen wir unweit von Essaouira das Weingut Val d’Argan. Der aus Frankreich stammende Winzer Charles Melia, der auch in Châteauneuf-du-Pape eine Domaine besitzt, produziert auf 50 Hektaren verschiedene Bioweine, die Sie selbstverständlich kostenlos probieren dürfen. Melia ging das Wagnis ein, in einer Re­gion Marokkos Wein anzubauen, in der noch niemand zuvor dasselbe getan hatte.

    Ein nettes, stilvolles Restaurant gehört zur Anlage, in der eine einheimische Köchin aus Essaouira am Herd steht.

    Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung.

    Mahlzeiten:        F
    Fahrtstrecke:     ca. 200 km
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  19. Tag 19 Marrakech – Stadtbesichtigung

    Marrakech – Stadtbesichtigung

    Marrakech diente gleich drei Herrschergeschlechtern als Residenzstadt: den Almoravi­den (Berberdynastie, 1071–1147), den Almohaden (muslimische Berberdynastie, 1147–1269) und den Saadiern (muslimische Dynastie, 1549–1664).

    Am Vormittag besichtigen wir von aussen die Koutoubia-Moschee. Die «Moschee der Buchhändler» aus dem 12. Jahrhundert ist die älteste Moschee Marrakechs und eine der ältesten Marokkos. Eben­falls vor­mittags sehen wir uns die Saadier-Gräber aus dem 16. Jahrhundert an. Sieben Sultane und über 60 wei­tere Angehörige der Dynastie wur­den in dieser Nekropole bestattet. Die Mausoleen sind reich ver­ziert mit filigranen Stuckarbeiten, feinen Mosaiken und kunstvollen Schnitzereien aus Zedern­holz. Der Saal der Zwölf Säulen zählt zu den prächtigsten Bauwerken des Maghreb. Im Dar-Si-Said-Mu­seum wird uns das Kunsthandwerk der Berberkultur nähergebracht: Schmuck, Mu­sikinstrumente, Tex­tilien, Tep­piche und Keramik erzählen von alten Traditionen der Ur­bevölkerung Marokkos.

    Unweit des Museums steht der Bahia-Palast auf einer Grundfläche von 8’000 m², den der Grosswesir Si Moussa im Jahr 1867 erbauen liess und von seinem Sohn Bou Ahmed um einen Garten, einen Hammam und eine Moschee erweitert wurde. Im schattigen, bepflanzten Innenhof des Palastes besticht die Kom­bi­nation von Prunk und bauli­cher Leichtigkeit besonders.

    Nach dem Mittagessen wagen wir uns in das Labyrinth der Souks in der Medina und lassen unsere Sinne betören von Düften, Farben und Geräuschen. Der ausgiebige Bum­mel durch die verwinkelten und ge­schäftigen Gässchen endet am Platz Djemaa el Fna.

    An diesem pulsierenden Treffpunkt von Händlern, Gauklern, Affendresseuren, Musi­kern, Tänzern und Geschichtenerzählern tauchen wir noch einmal ein in die Welt von 1001 Nacht, die in Marrakech spürbar gegenwärtig ist.

    Mahlzeiten:        F
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  20. Tag 20 Marrakech – Sie bestimmen das Programm

    Marrakech – Tag zur freien Gestaltung

    Vielleicht möchten Sie in einem ge­pflegten Hamam entspannen oder den vom Mode­designer Yves Saint Laurent und dessen Lebens­partner Pierre Bergé wieder hergerich­teten botanischen Garten «Jardin Majo­relle» oder das dortige vielgelobte Berbermu­seum besuchen? Ein ausgedehnter Spaziergang durch den grossen Souk ist ge­nauso ein Erleb­nis, wie während einer Teezeremonie in einem der Cafés am Djemaa el Fna das quirlige Treiben und bunte Durcheinander auf dem Platz zu verfolgen. Ihr Reiselei­ter steht Ihnen selbstver­ständlich mit Rat­schlägen zur Seite.

    Mahlzeiten:        F
    Übernachtung:  Hotel/Riad

  21. Tag 21 Rückflug ab Marrakech

    Rückflug oder Verlängerung Ihres Aufenthalts in Marokko

    Transfer zum Flughafen und Rückflug

    Alternativ:          Verlängerung Ihres Aufenthaltes in Marokko
    Wir beraten Sie gern und unterbreiten Ihnen unser Angebot.

    Mahlzeiten:        F

Unterkünfte

Riad Bayti
in Marrakech

Gasthäuser von Berberfamilien
im Hohen Atlas

Ksar Bicha
in Merzouga

Wüstencamp
in den Dünen des Erg Chebbi

Dar Kamar
in Ouarzazate

 

Sollten wir für den Zeitpunkt Ihrer Reise in den oben genannten Unterkünften in Marrakech, Merzouga und Ouarzazate keine Zimmer mehr buchen können, übernachten Sie in einer Unterkunft mit vergleichbarem Standard.

Damit Ihr Gepäck während des Trekkings gut auf dem Maultier resp. dem Dromedar transportiert werden kann, bitten wir Sie, dieses in einen Rucksack (mit Regenhülle) zu packen.

Für Ihr kleines Tagesgepäck eignet sich ein kleiner Rucksack (mit Regenhülle).

Die Unterkünfte sind einfach, zweckmässig und sauber. Sie bieten beste Gelegenheit, mit Bergbewohnern in Kontakt zu kommen und deren Lebensweise kennenzulernen.

Die sanitären Einrichtungen sind ebenfalls von einfachem Standard. Es kann nützlich sein, eine Rolle WC-Papier bei sich zu haben.

Selbstverständlich brauchen Sie in den Bergen nicht auf die Körperwäsche zu verzichten. Auf den Maultieren tragen wir dazu genügend Wasser mit uns. Bitte denken Sie daran, biologisch abbaubare Seife zu verwenden.

Für die mobile Stromversorgung nehmen Sie vorzugsweise eine zuvor geladene, leistungsstarke Powerbank mit sich – evtl. eine mit der Möglichkeit, mehrere und unterschiedliche Geräte aufzuladen. Auch ein Solarpanel kann wertvolle Dienste leisten.

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Reisedaten bestätigte Daten Status Status Preis (pP) ohne Flug Preis (pP) mit Flug  
15. August 2020 - 4. September 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage
5. September 2020 - 25. September 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage
26. September 2020 - 16. Oktober 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage
17. Oktober 2020 - 6. November 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage
7. November 2020 - 27. November 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage
28. November 2020 - 18. Dezember 2020
auf Anfrage
CHF 3'150
auf Anfrage